Der Kunde: La Bercia, Aparthotel und Restaurant in Alta Badia
La Bercia ist ein Aparthotel mit Spa, Garten, Dépendance und Restaurant in La Villa, einem Bergdorf in Alta Badia. Aus der alten Holzhütte, die Opa Erwin 1967 in eine Pizzeria verwandelte, ist im Laufe der Jahre das heutige La Bercia entstanden. Der Gastbetrieb wird heute in dritter Generation weiterhin von der Familie Castlunger geführt.
Das Projekt: Copywriting auf Italienisch für die neue Website
Aus Alta Badia kommt auch Samuel Clara, Webdeveloper und ‑Designer. Ich kannte ihn aus einigen gemeinsamen Projekten, die wir über eine Agentur begleitet haben, aber wir hatten bis dahin noch keine Gelegenheit, direkt zusammenzuarbeiten. Als er mit dem Vorschlag kam, das Copywriting auf Italienisch für die neue Website von La Bercia zu übernehmen, zögerte ich keine Sekunde. Und das aus mehreren Gründen:
- Alta Badia kenne ich sowohl als Übersetzerin und Texterin, als auch als Rennradfahrerin – Sellaronda Bike Day, hier bin ich!
- Ich arbeite sehr gerne mit Selbstständigen zusammen – die Zusammenarbeit läuft transparent, effektiv und auf Augenhöhe
- Es war mein erstes großes, selbstbestimmtes Copywriting-Projekt – perfekt, um daraus eine Case History zu machen.
Meine Arbeit im Detail
Die alte Website war nicht nur technisch und designmäßig in die Jahre gekommen, sondern hatte auch große Probleme auf der Kommunikationsebene. Ein vollständiges Restyling war gefragt – um die neuen Texte durfte ich mich kümmern. Hier alle Arbeitsschritte.
Briefing vor Ort und Recherche
Zwischen Trient und Alta Badia liegen zwei Stunden Autofahrt. Dennoch wollte ich das Briefing mit den Kunden unbedingt vor Ort durchführen. Ich hätte die gleichen Fragen per Videocall stellen, Bilder von La Bercia per Mail anfragen können. Es wäre aber nicht dasselbe gewesen. Ich hätte die Atmosphäre des Hauses nicht gespürt, die tiefen Wolken über den Sas dla Crusc nicht gesehen. Ich hätte der Familie Castlunger, also der Seele von La Bercia, nicht in die Augen schauen können.
Sitemap und Seitenlayout mit dem Webdesigner
Es folgte ein ausführlicher Austausch mit Samuel, dem Webdesigner, um kleine Änderungen an der Sitemap und an der Struktur der einzelnen Seiten durchzuführen. Ich hatte bis dahin noch kein einziges Wort geschrieben, aber nach dem Briefing mit den Castlungers nahm die Strategie langsam Form in meinem Kopf.
Die User Experience (UX) – also wie einfach die Nutzer:innen auf der Website navigieren und zu den gesuchten Informationen gelangen – ist dabei essenziell. Sowohl für die Wirksamkeit der Texte, als auch für die Sichtbarkeit bei der Suche über die klassischen Suchmaschinen sowie über AI‑Systeme.
Keywords- und Promptrecherche
Nachdem ich den einzelnen Seiten Themen und Ziele zuteilte, recherchierte ich die jeweiligen Keywords und Prompts. Was suchen Nutzer:innen hier genau? Welche ihrer Fragen können wir hier beantworten? Welche ihrer Interessen sollten wir hier nachgehen? Um Keywords und Prompts zu validieren, arbeitete ich mit der SERP sowie mit Google Keywords Planner und Ubersuggest.
Copywriting mit SEO/GEO on-page
Dann begann ich zu schreiben. Seite für Seite, Absatz für Absatz erzählte ich La Bercia. Jedoch nicht nur das Haus. Ich beschrieb auch das Alpenglühen vor den Fenstern, den Waldduft beim Mountainbikefahren, die Sehnsucht nach einer Sauna nach einem Skitag, das Staunen vor nächtlichem Schneefall. Dabei war immer Folgendes im Fokus:
- das USP von La Bercia: Unabhängigkeit in modernen und heimeligen Ferienwohnungen, gleichzeitig viele inklusive Dienstleistungen, wie zum Beispiel Frühstuck und Spa;
- das Motivieren: um Nutzer:innen von der ersten Emotion bis zur Buchung zu begleiten;
- SEO/GEO on-page: strategisch platzierte Keywords und Infos, um maximale Sichtbarkeit zu erreichen.
Management der Texte auf Englisch und Deutsch
Parallel koordinierte ich das muttersprachliche Transcreator-Team. Julia Niederbrunner für Deutsch und Kat Barnes für Englisch führten die SEO/GEO-Recherche für den jeweiligen Markt durch und adaptierten meine Texte in die eigene Sprache.
Das Ergebnis: die Website vorher und nachher
Neben technischen Einschränkungen und veraltetem Design litt die alte Website unter massiven Problemen auf kommunikativer Ebene. Das, was das einladende Eintrittstor in die Welt von La Bercia sein sollte, zeigte sich als ein verstaubtes Schaufenster mit halbgeschlossenen Rollläden.
Was ist jetzt anders? Hier unten erkläre ich es dir anhand einiger Beispiele. Oder schau dir gleich die neue Website von La Bercia an.
Schluss mit Blabla und Floskeln
„La famiglia Castlunger vi dà il benvenuto“ (Familie Castlunger heißt Sie herzlich willkommen), „natura incontaminata” (unberührte Natur), „vacanza all’insegna del benessere“ (Urlaub im Zeichen des Wohlbefindens), „esperienze indimenticabili“ (unvergessliche Erlebnisse), „momenti di assoluto relax“ (Momente der tiefen Entspannung) … und so weiter.
Wie so oft in der Hospitality-Branche waren die Texte mit Blabla und floskelhaften Sprüchen verstopft. Ohne Strategie, ohne Storytelling. Texte, die jeden x-beliebigen Gastbetrieb hätten beschreiben können. Mit der neuen Textierung wollte ich die Lesenden direkt zu La Bercia in Alta Badia entführen: durch bilderreiche Beschreibungen und echten Details.
Wirksame SEO und GEO
Die alte Website hatte SEO stark vernachlässigt und war zu alt, um KI-Recherchen überhaupt zu berücksichtigen. Die neuen Texte erfüllen die für eine gute Online-Sichtbarkeit notwendigen Standards:
- Metatitles und Metadescriptions sind motivierend und in der richtigen Länge;
- Sitemap-Aufbau und Headlines-Struktur sind klar und gut unterteilt;
- Die Texte wurden um die Suchintention und die Interessen der Nutzer:innen konzipiert, Keywords und Infos wurden strategisch platziert.
Nützliche und motivierende Inhalte
In der Tourismusbranche stößt man sehr oft auf nichtssagende Inhalte: Sie klingen auf einen ersten Blick gut, dienen aber quasi als Platzhalter. Informieren nicht, involvieren nicht, bleiben nicht hängen. Werden weitergescrollt. Die neuen Texte von La Bercia haben immer eine bestimmte Funktion, begleiten die Lesenden vom ersten bis zum letzten Wort, gehen auf Wünsche und Einwände ein und geben klare und nützliche Informationen.
Klare Brand Voice und einheitlicher Ton
Früher kam aus den Texten keine definierte Brand Voice heraus, der Ton änderte sich ständig. Jetzt ist die Brand Voice deutlich und erkennbar: unkompliziert, direkt, bodenständig, diskret – wie die Familie Castlunger. Und der Ton ist überall einheitlich: von der Home über die Apartmentsbeschreibungen bis hin zu den FAQs und Erlebnissen.
Was der Kunde sagt
Du betreibst ein Hotel in den Alpen, hast aber von floskelhafter Kommunikation genug? Ich erzähle auf Italienisch, was dein Haus so außergewöhnlich macht. Damit deine Gäste denken: „Ja, da will ich hin.“